Design Thinking in der der Life Science Industrie

Product-Market-Fit

Design Thinking in der Life Science Branche
eine tragfähige Methode für innovative Produktentwicklung

Mithilfe von agilen Methoden, zu denen das Design Thinking gehört, lassen sich komplexe Probleme zu einer sinnvollen Lösung zuführen. Wie lässt sich beispielsweise eine innovative Technologie zu einem erfolgreichen Produkt realisieren, wie lassen sich Medizinprodukte miniaturisieren, wie kann man den Point-of-Care Test digitalisieren oder wie kann man eine Dienstleistung noch kosteneffizienter anbieten?

In den meisten Fällen mangelt es nicht an technischem Fachwissen, sondern schlichtweg an einem bislang verborgenen Betrachtungswinkel. Die Hürden können aber auch unzureichendes Wissen darüber sein, welche Produkt-eigenschaften den Kunden tatsächlich zum Kauf überzeugen. Mit welchem Mehrwert kann ich meinen Kunden faszinieren? 

Wie der Name bereits andeutet, handelt es sich bei Design Thinking um keine einzelne Ideenmethode, sondern viel mehr um einen systematischen Prozess mit interdisziplinärem Input, um solche Fragestellung kreativ anzugehen. Der Kern ist das stufenweise Designen von funktionalen und zunehmend detaillierteren Prototypen zum Testen und Lernen. So können Fehlentwicklungen frühzeitig erkannt und korrigiert werden.

Da jede Innovation dazu dienen soll, Zukunfts-märkte zu erschließen, kommt es auf das Erkennen von Trends an, die bereits in der Entwicklungsphase einfließen müssen. Auch hier liefert das Design Thinking einen außer-gewöhnlich guten Strukturansatz.
 

Was ist die Design Thinking Methode?

Kurz – es ist ein systematischer Prozess, um komplexe Probleme kreativ zu lösen.  Da es aber kaum eine universelle Lösungsmethode geben kann, zeichnet sich das Design Thinking durch einen umfangreichen Werkzeugkasten aus und kann daher direkt für Produkte und Dienstleistungen in der Life Science Branche eingesetzt werden.

Das Design Thinking Team stellt sich 3 Fragen:

  1. Was benötigt der Kunde (desirable)?

  2. Was kann technisch umgesetzt werden (feasible)?

  3. Wie kann das Unternehmen mit dem Produkt Geld verdienen (viable)?

Die einzelnen Fragen für sich erlauben viele Antworten: meist haben Kunden alle möglichen Wünsche, vieles ist zwar technisch machbar, aber nicht jedes Feature wird wirklich benötigt und Geld verdienen kann man natürlich auf die unterschiedlichste Weise.

Die Herausforderung für das Team ist, ein Produkt (oder eine Dienstleistung) zu entwickeln, das alle drei Fragen zugleich beantwortet      .

Gelingt dies nicht, wird von dem vollem Potential des innovativen Produkts nur ein kleiner Teil ausgeschöpft. Hier wird klar, warum die Methode "Design Thinking" genannt wird. Da der Einzelne dies nicht zu leisten vermag, ist ein interdisziplinäres Team notwendig, das nicht nur aus technischen Experten einer einzelnen Fachrichtung besteht, sondern auch bspw. aus Medizinern, UX-Designern oder Marketeers.

Die 6 Schritte des Design Thinking Prozess

Verstehen. Es geht darum, das Problem zu verstehen. Dieser Schritt erscheint zwar fast trivial, oft betrachtet man das Problem aber zu eng oder einseitig. Hier hilft die interdisziplinäre Zusammenarbeit. Ist das Problem groß genug, dass es wert ist, es zu lösen?

 

Beobachten. Hier versucht man schnell ein tieferes Verständnis der Nutzererfahrung zu gewinnen, bspw. einen Arbeitsablauf, Bedürfnisse des Nutzers. Es scheitern immer wieder Produkte daran, dass sie im Klinikalltag nicht sinnvoll einsetzbar sind.

 

Definiere. Bei der Vielzahl der gewonnen Erkenntnissen ist es notwendig, sich auf bestimmte Bedürfnisse / Probleme des Nutzers zu konzentrieren, die einer neuen Lösung bedürfen. Dieser Schritt ist oft abstrakt, aber entscheidend für die weiteren Schritte.

Ideen finden. Hier geht es zunächst darum, möglichst viele Ideen und Lösungsansätze zu finden. Idealerweise bauen Teillösungen auf-einander auf, so dass es nicht bei der ersten Idee bleibt, sondern Lösungskonzepte entworfen werden.

 

Prototypen. Die vielversprechendsten Lösungs-konzepte werden als Prototyp umgesetzt. Der Prototyp kann ein Modell sein, ein Programm, oder natürlich ein Laborexperiment. Bei der Entwicklung von in vitro Diagnostika wird man Blut oder Urinproben heranziehen.

 

Testen. Die Prototypen müssen getestet, Input für weitere Verbesserungen eingeholt und häufig auch wieder verworfen werden. Idealerweise bindet man bereits hier den Nutzer ein, damit das Lösungskonzept auch später als Produkt akzeptiert wird.

Für jeden Schritt benötigt man ein Set von Methoden, um die spezielle Frage anzugehen. Die 6 Schritte sind der Mikrozyklus des Design Thinking. Da Produktlösungen nicht an fünf oder sechs Tagen erschaffen werden können, wird dieser Prozess über mehrere Protoypenstufen (formal 7) wiederholt, bei der die Prototypen iterativ immer weiter ausgefeilt werden. Die Phasen können dann zunehmend länger dauern . Ziel ist es jedoch, einen Prototypen soweit zu entwickeln, dass er in ein Produkt umgesetzt werden kann.

Manchmal stellt man sich das Design Thinking als mit Post-its zugeklebten Wänden da. Für den Wissenschaftler ungewohnt. Es geht aber um die Visualisierung der Ideen im Team. Wenn das besser mit Graphen oder Skizzen gelingt, steht dem nichts im Weg.

 

Nutzen von Design Thinking für die Life-Science-Industrie

Stark wissenschaftlich orientierte Teams leiden häufig an ihrem rein technologischen Ansatz. Gerade im naturwissenschaftlichen Umfeld, in dem Versuche (Prototypen) länger dauern und oft umfangreicher sind, läuft man Gefahr, sich zu sehr allein auf die wissenschaftliche Lösung zu konzentrieren. Aber nicht alles was machbar ist, benötigt der Arzt. Was hilft es, bspw. eine innovative Messtechnik zu entwickeln, wenn der Arzt in der Praxis eigentlich wenig mit dem noch genaueren Ergebnis anfangen kann?

 

Es fehlt das Verständnis über den späteren Nutzer. Mit Themen wie personalisierte Medizin und Patient Centricity wird diese Lücke sofort offensichtlich. Das Design Thinking integriert technisches und kreatives Denken und macht es daher für Unternehmen so interessant.

Neue Technologien wie Digitale Tools eröffnen der Pharmaindustrie, Medizintechnik, Diagnostik und dem E-Health-Sektor völlig neue Wege. Dazu bedarf es aber auch einer viel breiteren fachlichen Basis. Umso wichtiger ist dann die effektive Kommunikation zwischen allen Mitgliedern unterschiedlicher Fachrichtungen im Team. Dies wird mit Design Thinking erreicht und schon heute ist klar, das agile Methoden zum erheblichen Innovationsvorsprung führen.

  

 

Zusammenfassend, mit dem Ziel ein Produkt oder Dienstleistung zu entwickeln, dass gleichzeitig die 3 Fragen, "Is it desirable, feasisible and viable?", zu beantworten stellt die Design Thinking Methode den essentiellen Produkt-Markt-Fit her.

 
Unsere Vorgehensweise

Richten Sie Ihre Produktentwicklung auf den Markt aus!

Wir führen Innovationsprojekte mittels der
Design Thinking Methode durch.

Sie wollen Erfolg im Markt. Design Thinking ist eine Methode, um erfolgreich das Produkt zu entwickeln, das der Kunde will und Ihren Profit steigert. Wir begleiten Sie durch ein vollständiges Projekt oder beratend an Entscheidungspunkten.

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Unsere Tools und Methoden sind für die Life Science Branche optimiert.

Dadurch füllen wir Projekte mit konkreten Inhalten bspw. mit Business Cases für eHealth Anwendungen, Target Product Profiles für Medikamente oder Produktspezifikationen für diagnostische Tests.

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Wir unterstützen Sie dabei, Nutzer für Ihr Vorhaben zu gewinnen. Durch qualitative Interviews, beta-User Workshops oder Pilot-projekte erhalten Sie frühzeitig wertvolle Rück-meldungen vom Nutzer und späteren Kunden.

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